Hong Kong in Venice
Friday, September 3rd, 2010
Vor genau 2 wochen trudelte wohl eines meiner skurrilsten Arbeitsangebote ein … Eines Donnerstags kam die Anfrage, ob ich drei tage später nich fuer ne Woche nach Venedig zwecks Videodokumentation des Hong Kong Pavillions auf der Architektur Ausstellung moechte.
Ich hatte dann auch etwa eine Stunde Zeit mich zu entscheiden …. und 3 Tage später fand ich mich (immer noch inzwischen Hong Konger crowd) in Venedig wieder.

Viel Zeit fuer Photos blieb in der Woche allerdings nicht, die meiste Zeit wurde dann tatsaechlich darauf verwendet meine 20 Videotapes, mit dem Aufbau von Archtiekturmodellen und hohen Tieren der Branche zu befüllen …





letzteres Projekt, fand ich neben dem Buch über die Kowloon walled City wohl mit am interessantesten… was evtl mit der Tatsache zusammenhaengen koennte, dass die Modelle Software generiert sind und ich von Architektur ansonsten keine Ahnung hab.
Nebenbei waren diese Jengatürmchen von nem deutschen Duo (aus Hong Kong versteht sich) und ein extra Respekt gibts von meiner Seite fuer den deutschen Familiennamen “Rocker” … Die Ahnen der Familie wussten dass anscheinend nicht wirklich zu schaetzen ansonsten haetten sie der Tochter wohl kaum nen “Ingeborg” davorgesetzt….

ach ja, und wo wir schon beim thema namen sind …. hier mittig im folgenden bild mein hong konger kollege “German” …

… beim “sharing italian food the chinese way” …. das war dann wohl auch mit das schraegste an der gesamten Veranstaltung - dass ich in Italien war, aber eigentlich fast durchweg von Leuten aus Hong Kong umgeben war … so sass ich z.b. mit Hong Kongern in ner italienischen pizzeria, wo dann auf chinesisch bestellt wurde, weil die Bedienungen und der Besitzer ebenfalls aus China kamen und deshalb saßen am Nebentisch wahrscheinlich auch ne Delegation aus Beijing, plus ne weitere Gruppe aus dem chinesischen Raum …. das einzig italiensche war dann eigentlich nur noch das Besteck. Und das ich der einzige Europäer im ganzen Restaurant bin, kommt eigentlich selbst in Hong Kong nur aeusserst selten vor ….
Dieses Grüppchen war aber ziemlich entspannt und waren auch aeusserst interessiert am Zigaretten Selbstdreh kurs….

Leider galt gleiches nicht so sehr fuer einige andere Kandidaten, mitunter diejenigen mit denen ich die Wohnung teilen durfte … Irgendwie hab ichs geschafft denen bereits am ersten Abend auf den Schlips zu treten, weil mir deren Kommentare einfach zunehmend auf den Sack gingen … fuer mich sind die mittäglichen Schliessungszeiten nun auch nicht gerade gewohnt… aber das Rumgenörgle wie nervig das is mit den faulen Italienern und dass hier mal nen 24 Stunden 711 aufmachen sollte gingen mir dann doch irgendwann zu weit. Vielleicht auch einfach nur deswegen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, der einzige zu sein, der mal froh war, dass dinge einen tick weit entspannter zugingen als in Hong Kong.
Dem italinischen Kellner entglitt dann aber auch ein wenig die Geduld, als ich mit meinen 8 Wohnungskollegen essen war und er nach dem Essen 6 seiner Freischnäpse wieder reintragen durfte …. Alles in allem war das ganze dann wohl sowas wie nen inverser Kulturschock….
nur das Waeschetrocknen war eigentlich ziemlich das gleiche wie in Hong Kong …

… aber so etwas hingegen findet man in Hong Kong wohl kaum …

zudem ist man in Italien auch nicht kommunistophob …. Hier fragt man die lokalen Kommunisten gern mal wo’s lang geht …

und zum abschluss nun noch nen bilderbuch mit den venediger classics …








