
nach ner portion party und alkohol in bangkok, waren wir dann also mal in nen staatlich geprüftes touristenbüro gestapft, um unsere weitere reiseplanung ein wenig nach vorne zu treiben. Ich könnte mich jetzt einen beitrag lang über diese sogenannten TAT lizensierten Reisebüros auslassen - mach ich aber nicht. Jedenfalls haben wir unsere persönliche Reiseberaterin, Rosa - einfach mal unverblümt mit unseren Vorstellungen konfrontiert … wir wollten nen paar tage irgendwo in den norden, irgendwas abgelegenes, wo’s nich viel zu sehn gibt und vor allem keine touristen und danach in den süden, wo’s auch nich viel zu sehn gibt ausser strand UND Touristen….
Rosa legte uns dann ans Herz, anstatt in den Norden in den Osten zu fahren … der Nationalpark nah zu Pak Chong, dort seien ausschliesslich einheimische und so gut wie gar keine Touristen …..
wir dann also, auf den zug, fertich, los…


die zugfahrt war lustich, ich war mir ja nich sicher was das raucherabteil anbelangt, aber letzten endes wird man in asien nur selten enttäuscht (klammern wir mal das kleine miststädtchen hong kong aus) … so dienten bei den thailändischen zügen, die unvermantelten übergänge zwischen den wagons als raucherecke…. nen bisschen frisch, bei dem dortigen klima, aber alles andere als unangehm. Da die Bedienung von herkömmlichen Feuerzeugen eher erschwert ist hilft sich das Raucherpack gegenseitig aus mit dem zur verfügung stellen der bereits gezündeten Kippe. (ein bisschen wie das olympische Feuer, denn mindestens einer muss immer da sein und gerade rauchen, sonst geht die rechnung nich auf) …
Einziger Nachteil des Kippenanzünders…. vermehrter Funkenflug … so bekam ein sympathischer kollege neben mir nen fettes stück glut in sein krauses haar geweht…. wollte auch partout nich ausgehn das ding …. ich haderte dann ein wenig, entschloss mich dann aber entgegen aller warnungen des reiseführers (kopf sei im hohen masse heilig, man solle vorsichtig sein, etwas über den kopf eines thailänders zu erheben blablabla….) und wuschelte die glut aus seinem haar.
er hat sich dann freundlich bedankt….
ne halbe schachtel später waren wir dann in pak chong…. es war schon sehr spät und irgendwie verschwanden alle anderen bungalowgäste nach und nach aus dem gemeinschaftsraum….. kurz nachdem wir eintrafen ….. “wie?! die gehn jetzt alle schlafen oder was?! was sind dass denn für eier??!!” uns sagte man dann auch erst, als wir dann irgendwann ins bungalow torkelten, dass die dschungeltour morgens um 6 uhr startet….. mahlzheit…
der begriff dschungeltour lies schon einiges ahnen, am nächsten dann die bestätigung…. Rosa hatte uns verarscht…. keine Touristen??!! oder um es in südasiatischem englisch zu sagen: same same, but different….



ja- ha , und das hier is ja gerad mal die gruppe von unserm resort, nicht zu schweigen von den anderen 30 gruppen, die einem auf der strasse im “dschungel” und sonst wo über den weg liefen….
mal abgesehen, dass ich mir vorkam wie auf ner verkackten klassenfahrt dachte ich auch immer man müsse doch eher versuchen leise zu sein, wenn man tiere beobachten will….
in sofern nicht weiter verwunderlich, dass es nich allzuviel zu sehen gab, bei einer truppe von zwanzig frau und mann, von denen sich mindestens 10 immer gerade lautstark unterhalten….. und ironischerweise haben die dschungelführer es vorgemacht “THERE, FAST FAAAAAAST…. THERE IS A MONKEY” und ähnliches zeuch gegrölt. Selbst schwerhörige Tiere hätten dies sicherlich noch als Anlass genommen, sich nen ruhigeres Plätzchen zu suchen … unter anderem deswegen, beschränken sich meine photos von exotischen tieren auf die folgenden:



sehr exotisch!! für nen verkacktes reh würd ich nich mal nach gettorf fahrn (… sowieso nich) ….
jedenfalls verflüchtigten sich meine hoffnung ziemlich schnell nen bären oder nen tiger oder eins von den andern tollen tieren, die es angeblich in diesem park geben sollte, zu gesicht zu bekommen …. somit konzentrierte ich mich nun tendenziell mehr auf die beobachtung affenähnlicher waldamöben (siehe auf dem bild im unterholz befindlich)


“hmm… vielleicht hätte ich meine kamera doch mitnehmen solln…”

Mandy: ” wenn die nasenhaare nich so unglaublich lang wären, kein schlechter schuss…”
Ole: “was guckt die den so gierig …. ich hab noch was größeres dabei…”

Birte (mit Kopftuch): “och doof…mir spannert niemand hinterher”
Arne (grünes t-shirt): “geil, ich kann sogar die mumu von der äffin erkennen…”

“man nennt mich das Krokodil”

“Verdammt! wie war noch der Trick, die wieder zuzukriegen?!”

“he, he … der dschungeljeep is jetzt nen stinkejeep…. war auch allerhöhste eisenbahn gewesen …. hauptsache mich hat keiner gesehn..”

“verdammt!!! …”

“von wegen ‘verpflegung inklusiv’ wie soll man denn von so nem kinderteller satt werden …. aber wir sind hier doch im dschungel, da lauern doch bestimmt noch ein paar leckerbissen irgendwo……”

“hmm… ich weiss ja nich… die thais essen die ja auch…. und an dem is wenigstens was dran ….”
auch die übrigen qualitäten des dschungels liessen leicht zu wünschen übrig. selbst die öffnungszeiten waren so miserabel wie vom rathaus…

und weder ‘rehboxen’, liebe zwischen verschiedenen rassen, ‘blumenbücken’ noch dynamitsprengungen waren erlaubt…

deswegen mussten sich meine wenigkeit und kroma a.k.a bärenpranke….

..anderweitig die zeit vertreiben… z.b. beim jeepriding:


oder den klassenarsch verprügeln:

“wieee?! schon wieder ich??!!”
dann ging’s noch schnell….


zum wasserfall aus “the beach”…. hier ein paar close ups:


nen bisschen gruenzeuch…


ja, und dann warn wir auch fast schon am ende - so wie das bäumchen hier …

… und was haben wir auf diesem ausflug gelernt?

richtig… auch ein dschungel brauch strom…
damit möchte ich dieses kapitel schliessen ….

gute nach, bis zum nächsten tach…

