dauerinselreif…
Saturday, March 29th, 2008
diesmal hat es mich auf die kleine insel cheung chau verschlagen. und das verdank ich mehr oder weniger olgi. Der nahm sich nämlich schon seit wochen vor endlich mal nach lamma island (dritt größte insel) zu fahren. Die kannte ich zwar schon, nichts desto trotz kann man da immer mal wieder gerne hin. Dann hat er es endlich mal geschafft sich wirklich aufzuraffen und weckt mich nich.
ich also angerufen und dann ausgemacht, dass ich in ner stunde nachkomm…. nunja, und dabei hab ich mich so beieilt, dass ich die falsche fähre genommen hab. Und so wurde aus dem gemeinsamen inseltrip zwei unabhängige….
im nachhinein ganz glücklich, da meine insel, weil wesentlich kleiner, nicht so krass überlaufen war an ostern wie seine.
Da ich aufgrund meines neuen nebenjobs eine vage übersättigung für photos machen verspüre, hab ich dann auch nich soviele gemacht (aber wenig warens dann komischerweise auch wieder nicht)









und auch mal wieder typisch, dass ich ausgerechnet von den wirklich interessanten dingen, kein vernünftiges photo hinbekomme.

nachdem ich unzählige leute mit diesen handgemachten kartoffelchips am spieß gesichtet hatte, wollte ich irgendwie auch unbedingt so ein teil haben. Daraufhin dann alle shops der umgebung abgesucht und bin der “leute-mit-kartoffelchips-am-spies”-konzentration gefolgt. Der Stand schien der absolute hit zu sein, jedenfalls tumelte sich ne ordentliche menschenmasse davor und es dauerte einige zeit bis meine nummer geschrien wurde. Ich hätte es wohl auch nie gemerkt, wenn ich mir nicht in weiser voraussicht den typen vor mir in der schlange gemerkt hätte.
Neben der spiralkartoffelausgabe befindet sich dann ein kleiner tisch mit unzähligen gewürzstreuern. War natürlich klar, dass der einzige streuer mit englischer beschriftung “chocolate” war …. dass muss ja nun nich sein…. aber die begleitende kundschaft war mir dann bei der auswahl behilflich… salz, japanische gewürzmischung, oregano und chilli war dann meine auswahl.
schon auf dem rückweg schallten mir dann derbe balkanbeats entgegen…. ein wenig irritierend, zumal die mucke aus nem megaranzigen chinesischen suppenladen kam, der wohl nich mal die ausmasse meines zimmers hatte.
Aber irgendwie hat mich das neugierig gemacht. der besitzer höheren alters konnte dann sogar einigermaaßen englisch und so hab ich die letzte stunde bis er geschlossen hat alleine in der ranzbude gesessen und er hat mir die verschiedensten sachen aus seiner extrem umfangreichen cd-kollektion vorgespielt, congo, cuba, arabian, alles am start. Der Besitzer sagte mir, dass er lange zeit hauptsächlich englische musik gespielt hätte, aber dann irgendwann auf den geschmack von musik aus anderen ecken der welt gekommen sei.
von meiner lieblingscd hat er mir dann auch tatsächlich noch ne kopie rausgekramt und geschenkt.
interessant fand ich auch, dass in dem laden überall telefonnummern an die wände getaggt waren…. telefonnummern von seinen freunden, “notizbücher sind immer so unpraktisch”
Diese praxis ist in china wohl gar nich so unüblich, aber es war zumindest das erste mal das mir das in nem laden aufgefallen war.